Ein Akten-Cockpit für die Kanzlei, mit Mandantentrennung von Grund auf.
Ein lauffähiges Akten-Cockpit für eine Anwaltskanzlei, gebaut als Referenz. Akten, Fristen und Zeiten an einem Ort, jede Kanzlei sauber für sich.
Ich habe ein vollständiges Cockpit für die Aktenführung einer Kanzlei gebaut, mit SvelteKit und PostgreSQL. Es zeigt an einem echten Beispiel, wie ich Mandantentrennung, Interessenkonflikt-Prüfung und ein lückenloses Protokoll technisch sauber umsetze, statt es nur zu versprechen.
Das Problem
In vielen Kanzleien liegt die Aktenführung verstreut auf Mail, Word und Zetteln. Das kostet nicht nur Zeit, es ist beim Mandatsgeheimnis nach §203 StGB heikel: Sobald Daten zwischen Werkzeugen wandern, kann versehentlich etwas vermischt werden, das strikt getrennt bleiben muss.
Was das Cockpit demonstriert
Mandantentrennung per Row Level Security
Jede Kanzlei arbeitet in einem eigenen, datenbankseitig abgeschotteten Datenraum, sodass selbst eine vergessene Filterbedingung im Code keine fremden Akten sichtbar machen kann.
Interessenkonflikt-Prüfung nach §43a BRAO
Neue Gegner werden gegen alle bestehenden Mandanten geprüft, auch bei abweichender Schreibweise wie Mueller und Müller, und eine Akte entsteht erst nach protokollierter Freigabe durch einen Partner.
Akten-Statusmaschine
Eine Akte durchläuft nur erlaubte Übergänge, verbotene weist der Server ab, und gelöscht wird nie hart, sondern nur archiviert.
Fristen und Wiedervorlage im Blick
Alle Fristen und Wiedervorlagen erscheinen nach Dringlichkeit sortiert, von überfällig über heute und diese Woche bis geplant.
Zeiterfassung pro Akte
Jede Tätigkeit wird direkt an der Akte erfasst und bildet so eine saubere Grundlage für die spätere Abrechnung.
Protokoll in derselben Transaktion
Das Audit-Log wird gemeinsam mit jeder Änderung in einer Transaktion geschrieben, damit Protokoll und Datenstand niemals auseinanderlaufen können.
Rollen, Rechte und barrierefreie Bedienung
Partner, Anwalt, ReFa und Empfang sehen jeweils nur, was ihrer Rolle entspricht, und die Bedienung ist durchgängig nach BFSG barrierefrei.
Interaktive Referenz-Demos.
Lauffähige Beispiel-Implementierungen, die zeigen, wie ich solche Systeme baue. Du kannst sie direkt selbst ausprobieren.
Der technische Rahmen
- Gebaut mit SvelteKit und PostgreSQL
- Mandantentrennung datenbankseitig per Row Level Security
- Rollenmodell für Partner, Anwalt, ReFa und Empfang
- Lückenloses Audit-Log, transaktionssicher geschrieben
- Barrierefreie Bedienung nach BFSG und WCAG
- Läuft auf eigenen Servern in Deutschland
Die bewusste Grenze
Dieses Cockpit ist bewusst kein beA-Zugang, kein RVG-Abrechnungssystem und keine rechtsverbindliche Fristenberechnung. Die Fristen sind Übersicht und Erinnerung, nicht die verbindliche Berechnung. Der regulierte Kern bleibt bei der zugelassenen Kanzleisoftware. Diese klare Abgrenzung ist Absicht: Sie hält das System frei von regulatorischem Risiko und macht ehrlich, was es leistet und was nicht.
Häufige Fragen
Ist das Kanzlei-Cockpit ein fertiges Produkt, das ich kaufen kann?
Nein. Es ist ein Referenzprojekt, das zeigt, wie ich Fachsoftware für eine Kanzlei baue. Für eine echte Kanzlei würde ich das System passend auf ihre Abläufe zuschneiden.
Ersetzt das meine zugelassene Kanzleisoftware?
Nein, und das ist Absicht. beA, die RVG-Abrechnung und die rechtsverbindliche Fristenberechnung bleiben bei der zugelassenen Software. Das Cockpit ergänzt sie um eine saubere, übersichtliche Aktenführung.
Sind in der Demo echte Mandantendaten zu sehen?
Nein. Die Live-Demo läuft ausschließlich mit erfundenen Beispieldaten. Sie dient nur dazu, die Datentrennung und die Abläufe sichtbar zu machen.
Wie stellt ihr sicher, dass keine Kanzlei die Daten einer anderen sieht?
Die Trennung ist in der Datenbank selbst verankert, über Row Level Security. Selbst wenn im Anwendungscode einmal eine Filterbedingung fehlt, gibt die Datenbank keine fremden Datensätze heraus.
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